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Tun Schulen zu wenig gegen Mobbing?

Dem Mythos, dass Schulen Schuld am Mobbing sind, also mit Schuldzuschreibungen als „Sündenbockmentalität“, muss ich bei Vorträgen, Workshops und Seminaren entschieden entgegen treten.

Mobbing braucht als eine Grundvoraussetzung einen „Zwangskontext“. Das heißt, eine Gruppe, eine Klasse, eine Abteilung, zu der man „zugewiesen“ wird und aus der man nicht so einfach weggehen kann; das beginnt schon in der Familie bzw. im Kindergarten!

Aus diesem vielfach mehrjährigen Zwangskontext und der damit geformten Peergroup, kann – wenn zwischen einzelnen Personen und der Gruppe ein Machtungleichgewicht identifiziert wird – Mobbing entstehen. Das wiederum führt zu Ängsten, Schmerzen, Fehlstunden, Krankenhausaufenthalten uam.

Schulen sind also nicht schuld am Mobbing; sondern das System „Zwangskontext“, das allerdings in fast allen Bereichen unserer Gesellschaft existiert, ermöglicht Mobbing erst.