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Wie stärkt man Kinder, wenn sie „mollig“ sind und sich teilweise ausgeschlossen fühlen?

Kinder die „unveränderbare oder veränderbare Aufhänger“ oder sich bereits in der Kindergartengruppe oder Schulklasse (Zwangskontexte) Anpassungs- und Vermeidungsstrategien als Bewältigungsstrategien erlernt haben, sind häufiger Kinder, die ausgeschlossen werden.

In der Mobbingforschung spricht man bei „Aufhängern“ von Merkmalen oder Umständen, an denen andere Kinder oder Jugendliche anknüpfen, um jemanden auszugrenzen oder anzugreifen. Wichtig ist dabei immer: Kein Aufhänger rechtfertigt Mobbing. Die Verantwortung liegt ausschließlich bei den mobbenden Personen.

Man unterscheidet häufig zwischen unveränderbaren und veränderbaren Aufhängern.

Körperliche Merkmale

  • Körpergröße (sehr klein / sehr groß)
  • Gewicht
  • Hautfarbe
  • sichtbare Behinderungen oder chronische Erkrankungen
  • Narben, Fehlbildungen

Herkunft und Identität

  • ethnische oder kulturelle Herkunft
  • Sprache oder Akzent
  • Religion
  • Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung

Familiäre und soziale Umstände

  • soziale oder finanzielle Situation der Familie
  • Wohnort
  • familiäre Besonderheiten (z. B. Pflegefamilie, Trennung der Eltern)

Diese Aufhänger sind besonders belastend, weil sie das Selbstbild angreifen und nicht „abgelegt“ werden können.
Aufhänger sind für Kinder sehr belastend – und für Eltern ebenso. Wenn ein Kind wegen seines Körpers ausgeschlossen wird, braucht es klare Unterstützung, Schutz und Stärkung auf mehreren Ebenen.

Kinder ziehen aus Ausgrenzung schnell falsche Schlüsse („Mit mir stimmt etwas nicht“).

  • Gefühle ernst nehmen: Zuhören, nicht relativieren („Das ist doch nicht so schlimm“).
  • Klar benennen: „Das war unfair. Niemand darf dich wegen deines Körpers ausschließen.“
  • Selbstwert stärken: Betonung von Stärken, Interessen, Freundlichkeit, Humor, Können – nicht vom Gewicht abhängig machen.
  • Sprache zu Hause reflektieren: Keine abwertenden Kommentare über Körper (auch über den eigenen).
  • Wichtig: Nicht das Kind „reparieren“, sondern das Umfeld!

Nicht zur Gegenwehr erziehen, sondern zur klaren Selbstbehauptung:

  • „Hör auf damit. Das ist gemein.“
  • „Ich möchte mitspielen.“
  • „So redet man nicht über meinen Körper.“

„Es ist nicht okay, dich wegen deines Körpers auszuschließen. Das sagt nichts über dich aus – aber viel über die anderen.“
„Du bist richtig, so wie du bist. Erwachsene sind dafür da, dich zu schützen – und wir kümmern uns darum.“

PS: Wenn Sie das Lesen, bitte melden Sie sich bei meinem Newsletter – www.aktivpraeventiv.at/newsletter – an, denn ich werde zu diesem Thema im Frühjahr 2026 angepasste Online-Eltern-Mobbing-Beratungen anbieten.

PS: Bei dringenden Anfragen, kontaktieren Sie mich unter info@ebenschweiger.at

Günther Ebenschweiger